Blaulichtfilter
zu Blauäugig

Wann haben Sie das letzte Mal auf einen Bildschirm gesehen? In unserer modernen Gesellschaft liegt der letzte Blick auf das Handy, Tablet oder den PC meist nur wenige Minuten zurück. Was sich Wenige vor Augen führen: Diese Kunstlichtquellen strahlen Licht mit einem ausgeprägten Blauanteil aus und das kann unter Umständen zu Problemen führen. Die Wirkung von blauem Licht auf das Auge wird derzeit intensiv erforscht und einige Studien belegen, dass zu viel davon die Netzhaut schädigen kann. Darauf haben Brillenglashersteller reagiert.

 

Mittags wach, abends müde

Licht übt eine sogenannte Zeitgeberfunktion auf den Körper aus und hat durch Beeinflussung des Hormonhaushalts Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus eines Menschen – und blaues Licht spielt dabei eine große Rolle.

Hansjörg Hofmann, Augenoptikermeister bei brillenhammer, erklärt dieses Phänomen: „Gerade kurzwelliges, blaues Licht im Wellenbereich um etwa 490 nm sorgt durch die Hemmung der Melatoninproduktion am Tag für Wachheit und Aktivität. Es unterstützt also einen gesunden Lebens-Rhythmus.“ Diese Eigenschaft des blauen Lichts wird deshalb auch bei Lichttherapien gegen Winterdepressionen oder Schlafstörungen eingesetzt. Aber es gibt auch eine Kehrseite.

 

Die Schattenseite des blauen Lichts

Fast jeder kennt die schädigende Wirkung von ultraviolettem Licht. Spätestens wenn einem die verbrannte Haut nach einem sonnigen Strandtag im Spiegel rot entgegenstrahlt, gibt es daran keinen Zweifel mehr. Aber auch blaues Licht hat laut Studien Schädigungspotenzial. Das Gefährliche: Man sieht es nicht sofort, denn es betrifft die Netzhaut. „Blaues Licht ist zwar weniger energiereich als UV-Licht“, erläutert Hansjörg Hofmann, „aber im Gegensatz zu UV-Licht, das größtenteils noch im vorderen Bereich des Auges abgefangen wird, erreicht blaues Licht ohne nennenswerte Abschwächung die Netzhaut.“ Studien haben jetzt belegt, dass es bei andauernder Blaulichteinstrahlung, wie es beispielweise in einem Bürojob der Fall sein kann, zu Netzhautschädigungen kommen kann. Langfristig gesehen vermuten Wissenschaftler, dass diese Schädigung das Risiko einer Makuladegeneration erhöht, die schlimmstenfalls zur Erblindung führt. Aber was heißt das? Bildschirmen den Kampf ansagen? Nein, es gibt auch andere Wege das Auge vor Blaulicht-Einstrahlung zu schützen.

 

Ein Filter für die Augen

Der Verzicht auf PCs, Handys und Co. ist heutzutage kaum vorstellbar und auch der Einsatz von warmweißen Lichtquellen nur beschränkt möglich. „Aber es gibt eine Alternative“, so Hansjörg Hofmann. „Es handelt sich dabei um Brillengläser mit Blaulichtfilter. Diese Spezialgläser filtern gezielt das blaue Licht im Bereich von 380 bis 440 nm heraus, das für die Schädigung der Netzhaut verantwortlich gemacht wird. Insbesondere Menschen, die im Büro täglich an Bildschirmen arbeiten, können davon profitieren, aber natürlich auch alle anderen, die in ihrer Freizeit die Annehmlichkeiten von elektronischen Geräten genießen und sich gleichzeitig schützen wollen.“